jennerstier – immer wieder gerne

written by chris.mannel 27. Februar 2016

hallo zusammen. zum jennerstier fahre ich total gerne. das skitourenrennen im bayerischen schönau, direkt am königssee liegt mir immer ganz gut. dort gibts neben einer alpin angelegten strecke mit vielen spitzkehren auch viele wechsel zwischen anstieg und abfahrt. dazu noch ein paar tragepassagen und abfahrten im gelände. das machts richtig alpin und anspruchsvoll. eher abschreckend für die reinen pistenflitzer, aber lockend für die alpin versierten skibergsteiger. und in diesem jahr war der jennerstier sogar wieder austragungsort der deutschen meisterschaft.

die ersten 600hm war ich sogar zeitgleich mit toni palzer, dem deutschen meister, weltcupsieger und topfavoriten auf den tagessieg. aber eben auch nur, weil wir gemeinsam in der gondel von der talstation zur mittelstation gefahren sind. da war nämlich der start. etwas fachsimpeln über die branche und alles mögliche und wieder mal sehen, welch netter und bodenständiger kerl der toni bei allem erfolg geblieben ist.

ich hab mir dann den ersten anstieg angeschaut und war froh, dass ich meine breiten aufstiegsfelle eingepackt habe. die aufstiegsspur war nämlich ganz schön glatt. etwas aufwärmen und dann gings auch schon bald an den start. gleich nach dem startschuss das übliche gewusel. vor allem darauf achten, dass kein stock zwischen die beine eines mitstreiters kommt. und dann gings aber eh gleich recht steil zu sache. und die glatte spur hat schnell die spreu vom weizen getrennt. vorne weg einsam der toni, dahinter die anderen deutschen und österreichischen nationalmannschafsathleten. cool zu sehen, wie schnell das tempo gleich vom start weg ist.

heute hab ich schnell einen guten rhytmus gefunden und so gings recht flott den ersten anstieg mit 500hm hoch. kurze abfahrt, wieder auffellen und weiter am gegenhang bis zur ersten tragepassage. super streckenführung dachte ich mir und dann gabs obendrauf auch noch einen wunderbaren blick auf den watzmann, genauer auf die berühmte watzmann ostwand.

vor der watzmann ostwand (pic by willi seebacher)

wieder eine kurze abfahrt und den gegenhang hinauf in unzähligen spitzkehren und voll in der sonne – beides gefällt mir. oben angekommen durften wir dann genau diese runde nochmal laufen um dann als zugabe noch zum abschluss eine in etwa 80hm lange tragepassage direkt zum ziel der bergstation serviert zu bekommen. und am ende warens dann doch auch 1.325hm im aufstieg. aber der zieleinlauf mit vielen zuschauern hat dann für die strapazen entschädigt.

schnell im ziel eine erste verpflegung zu mir genommen und in trockene bekleidung um dann noch ein paar höhenmeter mit der österreichischen skitourengang zum stahlhaus zu machen. das hat auch spass gemacht.

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daheim durfte ich dann sehen, dass es für den elften platz in der wertung der deutschen meisterschaft gereicht hat. damit bin ich echt zufrieden, zudem hats wirklich spaß gemacht. auch wenn mein durchschnittspuls während der 1:24h bei 183 und der maximalpuls von 198 etwas anderes vermuten lässt.

gratulation an alle teilnehmer und vor allem den veranstalter. bei wenig schnee so ein anspruchsvolles rennen hinzubekommen ist aller ehren wert. auffallend auch die ausnahmslos netten und freundlichen streckenposten, super!

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