hubsilauf – (m)ein lieblingsrennen

written by chris.mannel 6. März 2016

der hubsilauf ist wohl sowas wie mein lieblingsrennen. ich schätze die familiäre atmosphäre, den respektvollen umgang der sportler untereinander und die wunderschöne strecke. egal obs über die originalstrecke der “kramllahn” oder – wie meistens – über die ausweichstrecke übern skiweg geht. die veranstalter schaffen es jedes jahr aufs neue eine zauberhafte stimmung rund um das gedenkrennen für hubert “hubsi” plut zu schaffen. wahrscheinlich auch, weil sie alles gleichgesinnte sind und zudem freunde.

und wie jedes jahr hatten wir auch dieses jahr entgegen schlechter wettervorhersagen pünktlich zum start um 14.00h sonnenschein in der ramsau. aufgrund der schneesituation  gings wieder über die ausweichroute. am programm standen in etwa 4,5km streckenlänge, 750hm im aufstieg und 400hm in einer alpinen abfahrt bis zum ziel, der brandalm.

vom start am pernerhof gingen die ganzen lokalmatadoren gleich ein hohes tempo an. normal bin ich ja für einen schnellen start und darauf folgendes noch schnelleres nachlassen immer zu haben aber dieses mal wurde sogar ich überrascht. der erste teil der strecke führt über den flachen skiweg. eine streckenführung, die mir liegt. vorne ging der junge toni pilz ein schnelles tempo an und konnte mit fünf anderen schnell eine lücke schaffen. dahinter konnte ich mich doch an sechster position halten und hatte ein recht gutes gefühl. meine felle liefen blendend und koordinativ ging sich eine lange schrittlänge gut aus. “na schauen wir halt mal, was heute geht” dachte ich mir. und so gings im zügigen tempo das erste mal an der brandalm vorbei und ab ins gelände. für hannes mayerl hinter der kamera hatte ich da noch ein (gequältes) lächeln parat:

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in vielen spitzkehren zog sich die spur richtung brandriedl und die gruppe, in der mich mich auf dem flachen stück gut halten konnte zog mir langsam aber zusehlich davon. ich musste etwas tempo rausnehmen um nicht vollends zu explodieren. aber gott sei dank gings nach ein, zwei spitzkehren wieder besser und ich hab meinen rhytmus wieder gefunden. am brandriedl ging sich dann noch ein schöner blick zur planai, reiteralm und zum hauser kaibling aus um mich dann aber gleich auf die wechselzone am gamsfeldgassl zu konzentrieren.

wechsel lief konzentriert aber flott, nach 7 jahren skibergsteigen check ich das jetzt auch schön langsam. und was sich dann vor mir auftat war wunderbar: eine wunderschöne abfahrt mit vielen unverspurten bereichen hat einfach zu langen, schnellen aber immer noch kontrollierten schwüngen eingeladen. die wenigen kritischen stellen haben die veranstalter durch absperrungen geschickt entschärt. so gings rasant richtung brandalm.

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auf dem flachen skiweg vor dem ziel sah ich dann samuel böttinger vor mir. er hat einen stock in der abfahrt verloren und dadurch sichtlich ein handicap in der skatingpassage zum ziel. im anstieg hab ich ja schon kurz meine platzierung im kopf gehabt und wusste, dass ich gerade auf dem 11.platz liege. na top 10 wär doch was und so konnte ich mit ein paar kräftigen armschüben und skatingschritten samuel noch kurz vor dem ziel abfangen und den 10.platz sichern. ich war dann doch ziemlich außer atem und die 194 maximalpuls und 186 durchschnittspuls auf meiner ambit3 geben wenig interpretationsspielraum nach oben. da hab ich wohl (fast) alles gegeben 🙂IMG_2343nach dem rennen dann noch ein paar minuten auf ski, viele nette gespräche und die von elmar und seinen freunden gewohnt smarte und nette siegerehrung und tombola auf der terrasse der brandalm genießen. schön auch immer wieder die idee, das rennen ohne startgeld durchzuführen und dann aber einen hut mit der bitte um eine spende für einen lokalen, karitativen zweck die runde machen zu lassen.

gratulation an die veranstalter, alle teilnehmer (im gesamten warens dann über 200) und die vielen zuschauer entlang der strecke. und ich freu mich schon auf das nächste jahr. mehr bilder, die ergebnislisten, nette rennberichte und mehr hintergründe zu hubsi gibts auf http://www.hubsilauf.at.

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