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bergtouren

einer meiner absoluten lieblingstrails geht auf die hochries. zu empfehlen ist es den betriebszeiten der hochriesbahn auszuweichen, also entweder vor 10.00h oder eben nach 16.00h. dann begegnet man der hochries von seiner ruhigen seite. start ist am wanderparkplatz in grainbach am samerberg auf 720m höhe. ich laufe dann immer links neben der talstation vorbei und amIMG_0506 gehweg zwischen der bikestrecke und dem sessellift. dann direkt durch den wald zur mittelstation. links an der käseralm vorbei und in der diretissima über den glenggraben richtung hochries. wenn ihr an der lichtung seid einfach rechts über den rücken immer die direkte linie wählen, ist auch recht gut ausgeschildert. und ein paar minuten später seht ihr schon die hochrieshütte und links davon das neue, recht mächtige gipfelkreuz.

gönnt euch ein paar minuten und genießt den wunderschönen blick richtung norden – nach rosenheim, den wendelstein und bei gutem wetter ist sogar münchen zu erkennen. empfehlenswert ist sich in der hochrieshütte bei elke und florian zu stärken, die beiden wirtsleute sind echt nett und haben meistens zeit und lust zu einem kurzem ratscher.

runter gehe ich dann immer über die seitenalmen und den moserboden, so komme ich auf eine schöne runde  mit 8km länge und 900hm.

Bildschirmfoto 2016-02-22 um 19.25.07

die runde auf der hochries geht eigentlich immer – egal zu welcher jahreszeit, tageszeit und sogar bei vollmond. und bei genügend schnee ist die hochries ein echter powdertip zum skitouren, aber das ist dann eine andere geschichte.

 

 

 

 

21. Januar 2016 0 comment

prinzipiell kann ich jeder bewegunsgform in den bergen etwas positives für mich abgewinnen. es ist mir also ziemlich einerlei ob ich zu fuss einen schönen trailrun mache, mit dem bike im up- und downhill, mit dem rennrad schöne alpenpässe erkunde, im hike&fly dem sonnenuntergang entgegenfliege oder eben im winter am weg bin.  und ich halte es da so, wie es mein kollege basti haag (1978-2014) immer gehalten hat: “…es lohnt sich immer auf den berg zu gehen…”

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meine größte leidenschaft ist aber zweifelslos das skitourengehen, genauer gesagt das skibergsteigen.

unter skibergsteigen oder skitourengehen versteht man das besteigen von bergen auf skiern und die talfahrt abseits präparierter skipisten in idealerweise unverspurtem gelände. ich bin gerne auf langen touren mit mehreren aufstiegen und in kombiniertem gelände. kombiniert heisst, dass nicht alles mit den ski an den füßen passiert sondern auch mal tragepassagen oder abseilstrecken dabei sind – und das ist für mich dann auch der unterschied zwischen skitourengehen und skibergsteigen!

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skibergsteigen am jenner (berchtesgaden)

in unseren regionen findet man unzählige wunderbare skitouren. von kurzen und einfachen touren bis hin zu mehrtagesprojekten. da kommen dann an einem tag auch schonmal 2.000 bis 3.000 höhenmeter im aufstieg zusammen. a propos: das “sammeln” der höhenmeter ist ja eine weitverbreitete tugend, ähnlich dem kilometersammeln auf dem rennrad. und genauso wie beim rennrad ist das beim skibergsteigen auch relativ. flach angelegte anstiege  versuch steile (pisten-)anstiege lassen da keinen qualitativen vergleich zu. und trotzdem finde ich mich selbst auch immer wieder im menüpunkt  anstieg auf meiner trainingsuhr wieder.

skibergsteigen am hohen riffler im zillertal

aber am ende des tages zählen dann nicht die zahlen. nicht die höhenmeter, die kilometer, der durchschnittspuls oder die durchschnittsgeschwindigkeit sondern schlichtweg die momente, meine momente. und wenn dann noch die vielzitierten “magic moments” dabei gewesen sind, ja dann umso besser.

 

4. Januar 2016 0 comment

der indian summer im engadin ist berühmt. gemeint ist damit die zeit im spätherbst in der sich die lärchen leuchtend golden einfärben, die gipfel schon schneebedeckt sind und das engadin, zumindest abseits der zentren, wie leergefegt ist. man begegnet kaum leuten, das ganze tal ist ein riesiger kraft-ort und die fernsicht ist überwältigend!

und die beschreibungen von bekannten, freunden und aus dem web waren zu 100% richtig, sie wurden sogar übertroffen. letzten herbst wars dann soweit, der wetterbericht hat gepasst und auf für 3 tage in die schweiz. einquartiert in pontresina im oberengadin gings am anreisetag schnell noch die 800hm auf die muottas muragl oberhalb von pontresina mit einer traumaussicht auf berge und seen von st.moritz bis zum malojapass. perfekt fürs akklimatisieren im doch auf 1.800 meter gelegenen pontresina.

am nächsten tag dann eine wunderbare runde von pontresina entlang dem wasserlauf des roseg nach samedan und von da auf die scharte des piz surlej, der fuorcla surlej mit wunderbarem panoramablick. von da gings dann flott runter nach surlej und mit dem bus und der bahn zurück nach pontresina. das waren dann schon etwas mehr als 1000hm und fast 20km streckenlänge. zudem etwa mehr neuschnee als erwartet.

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fuorcla surlej mit doch schon viel schnee

am letzten tag gings dann auf die sonnenseite des engadin und auf einen streckenteil des swiss irontrail mit dem gipfelziel piz nair, dem hausberg von st.moritz. gestartet bin ich in celerina um in der nähe der skipisten richtung schlattein recht schnell auf zur fuorcla grischa aufzusteigen. nachdem südseitig war das auch viel weniger schneebedeckt und ich konnte bald recht alleine auf dem piz nair stehen und den grandiosen ausblick auf den silvaplanasee genießen

grandioser ausblick am piz nair

grandioser ausblick am piz nair

runter gings dann recht direkt über die skipisten corviglia richtung celerina, dem ausgangspunkt und am ende standen 1400hm und wieder 20km zu buche.

für bergbegeisterte ist das engadin wirklich empfehlenswert. die berge sind atemberaubend, die natur total vielseitig und die leute dort angenehm gemütlich und geben gerne auskunft und tipps. und ich denke, dass es dort auch mit dem bike erlebnisreich ist.

25. November 2015 0 comment