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chris.mannel

in den letzten monaten, wochen und tagen hat sich einiges getan. in der ganzen sportindustrie, in der bergsport- und outdoorbranche, in der OBERALP und – last but not least – auch bei mir. im winter hatte ich die möglichkeit mit der WirtschaftsWoche über die entwicklungen am markt zu sprechen. wenn ihr mögt, kann man das hier: WirtschaftsWoche Ausgabe 5.2017 nachlesen. wünsch euch viel spaß beim lesen!

16. April 2017 0 comment

meistens enden meine posts in den social medias ja mit #bambamchris – am letzten samstag war das aber eher ein einziges großes BUMM! so explodiert bin ich schon lange nicht mehr. und mit explodiert verbinde ich in dem zusammenhang nichts positives. aber alles der reihe nach!

auf dem programm stand das kitzsteinhorn extreme. ein alpines aufstiegsrennen im hochalpinen bereich. start am dorfplatz in kaprun, ziel am kitzsteinhorn. 2500hm und 17km in einem stück. und bei der abholung der startnummer war ich auch noch richtig guter dinge. veranstalter hp kreidl versteht es mit kleinen gesten freude zu bereiten und hat von jedem teilnehmer ein bild bei der abholung machen lassen. es soll nicht die letzte nette geste am den tag gewesen sein. und mit startnummer 3 fühlte ich mich dann doch auch geschmeichelt.

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recht zügig hab ich dann meine sachen gepackt und fand auch noch die zeit mich mit ein paar athleten vorm start zu unterhalten. ich finds immer nett viele bekannte gesichter zu treffen. schön war auch, dass mit toni palzer und markus stock zwei teamkollegen am start waren. und das wir dann die startnummern 1, 2 und 3 bekommen haben ist wohl ein wenig zufall und wahrscheinlich noch ein wenig mehr nachhelfen von hp. und daher gabs dann kurz vorm start auch noch ein green-magenta-bild von uns dreien:

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pünktlich um zehn uhr hat dann der gewohnt souveräne sprecher ole zimmer das rennen gestartet und die 90 starter auf die strecke geschickt. lustig war noch sein kleiner fauxpas in der moderation als er zwar toni PALZER meinte aber dann toni POLSTER als favoriten ankündete. ein paar touristen im startbereich hat es richtig gerissen. das war aber dann bei mir auch das letzte mal lachen für die nächsten stunden.

die ersten 4,5km sind noch recht flach. zuerst aus kaprun raus und dann auf dem schotterweg entlang des klammsee. die starter müssen die komplette ausrüstung dabei haben. also ski, schuhe usw. am rucksack und mit laufschuhen so schnell wie möglich los. und so schnell wie möglich haben alle (!) teilnehmer wörtlich genommen.

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eine nette begebenheit habe ich gleich nach dem start beobachtet, die ich euch nicht vorenthalten mag: die skibefestigung von markus (stock) hat sich gleich mal ein paar minuten nach dem start gelockert. ski und schuhe sind dann bedrohlich nach links gewandert und markus war sichtlich beim laufen behindert. ein kurzer stop um das zu reparieren wäre eigentlich die logische konsequenz gewesen. der junge uttendorfer stefan steiner hat das aber bemerkt und gleich begonnen markus im laufen zu helfen. dem aber nicht genug hat ein weiterer youngster, nämlich david wallmann kurzerhand die stöcke von markus und stefan genommen und ist mit drei paar stöcken gelaufen damit die beiden freie hände zum agieren haben. und kurz danach war alles wieder gerichtet und alle drei gingen auf die jagd nach den vor ihnen liegenden! warum ich das erwähne? weil ich diese kollegialität und hilfsbereitschaft unter den drei (spitzen-)läufern beeindruckend fand. und die beiden jungen so selbstredend dem routinier geholfen haben = respekt jungs!!

wie befürchtet hab ich mich dann auf den laufkilometern doch recht geplagt. und als es dann nach etwas mehr als vier kilometern endlich steiler wurde gings dann auch etwas besser. und so konnte ich dann nach circa einer stunde und den ersten 750 höhenmetern endlich auf ski wechseln. eigentlich “meine” sportart, eigentlich…

es ging dann in einer schönen, abwechslungsreichen streckenführung teils steil, teils flach in richtung langwiedbahn. und ich kam und kam nicht in tritt. ok,  kein problem – dann eben mit gewalt. die warnzeichen der pulsuhr, mein gefühl und auch den blutgeschmack im mund ignorierend hab ich mich dann konsequent ziemlich genau bei der hälfte der höhenmeter ins nirvana gelaufen. BUMM. EXPLODIERT. aber so richtig. “aussteigen? nein, das geh ich doch noch schnell fertig” dachte ich mir.  sauerstoffschuld deluxe nennt man das wohl. denn immerhin war ich schon auf über 2.000m seehöhe, das ziel ist dann auf 3.000m. und erfahrungsgemäß wird es dann auch in der höhe nicht einfacher. irgendwie und vor allem irgendwann bin ich dann aber doch auch zur labestation nach dem alpincenter gekommen und wurde dann auch prompt offensichtlich mitleidig angeschaut.
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so richtig fit und frisch hab ich mich nach drei bechern red bull und cola zwar dann immer noch nicht gefühlt aber was solls. die letzten 500 höhenmeter nach einer kurzen abfahrt werden auch irgendwie zu schaffen sein. auch für mich, auch in dem zustand!

tja, irgendwie. das ich dafür aber 1h10min – in worten EINE STUNDE UND ZEHN MINUTEN – brauche habe ich mir nicht gedacht. gut, die steile rampe richtung kitzsteinhorn ist gemein und richtig steil. und die abschließende tragepassage ist meines erachtens eine einzige gemeinheit mir persönlich gegenüber vom rennleiter und geistigen vater der veranstaltung, rene fischer. aber 1h10min für 500 höhenmeter?

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warum ich´s dann trotzdem fertig gegangen bin? zum einen aus respekt gegenüber allen teilnehmern gegenüber. auszusteigen, weil man sich überschätzt hat gehört sich nicht. wenn das alle machen, stehen nur wenige finisher im ziel. und zum anderen aus respekt den zahlreichen helfern an der strecke, darunter viele bekannte gesichter. so ein rennen bedeutet viel arbeit und idealismus. und die aufmunternden kommentare und anfeuerungen sind in dem angeschlagenen zustand noch emotionaler als sonst. die ersten waren schon seit langem im ziel. toni palzer in 2h17min, konrad lex als zweiter und markus stock als dritter. gleich dahinter die junge garde um stefan fuchs, david wallmann und stefan steiner – genau, die beiden die markus nach dem start geholfen haben!

ich war dann in 3h49min auch im ziel. aus der anvisierten zeit zwischen 3h15min und 3h30min ist ein reiner willensakt geworden. geist gegen körper. schön zu sehen, was alles möglich ist, wenn man nur will. und für jeden von euch auch nachzumachen: start in kaprun am salzburger platz und in der direttissima aufs kitzsteinhorn. viel spaß!

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noch was: und wenn ich mir auf dem großteil der strecke immer wieder geschworen habe das letzte mal beim kitzsteinhorn extreme dabei gewesen zu sein hab ich das unmittelbar nach dem zieleinlauf wieder vergessen. und rene meinte, dass eine startnummer auch in 2017 für mich reserviert ist. ja dann….

11. April 2016 0 comment

hallo zusammen. in den letzten tagen bin ich oft auf meine schnellen skitourenfelle angesprochen worden. irgendwie hat sich rumgesprochen, dass ich beim hubsilauf schnelle felle gehabt habe. mit schnell meint man felle, die bei einer (noch) guten steigeigenschaft eine herausragende gleiteigenschaft haben. denn zu glatte felle sind nämlich beim aufsteigen auch nicht fein. gerne mag ich euch beschreiben, was ich mit meinen fellen mache. und meine tipps sind nicht nur für rennlauforientierte skitourengeher gedacht sondern auch für frau und herren normalverbraucher. denn gut gleitende felle die nicht anstollen sind wohl auf jeder skitour wünschenswert.

prinzipiell geht es hauptsächlich darum, dass das fell keine beziehungsweise so wenig feuchtigkeit wie möglich aufnimmt. feuchtigkeit auf den haaren führt zur bildung von eis und das bremst. hilfreich ist es deswegen, die einzelnen haare zu imprägnieren. es gibt verschiedene sprays oder mittel im fachhandel dazu. grundlegend mag ich nicht sagen, was da gut oder gar besser ist – ich selbst verwende bei meinen fellen immer wachs. um das aufzubringen spanne ich einen ski in handelsübliche skispanner. danach dann das steigfell auf den ski und dann bringe ich großzügig skiwachs auf die felle auf. ich hab gute erfahrungen mit skiwachsen für einen warmen temperaturbereich gemacht. die sind von der konsistenz weicher und lassen sich gut auftragen und aufreiben.

IMG_2652dann bügle ich das wachs mit einem bügeleisen ein. das aufreiben des wachses und bügeln des felles mache ich natürlich in laufrichtung. es gibt zwar spezielle wachsbügeleisen aber ein ausrangiertes, normales bügeleisen tut´s auch. achtung auf die temperatur, die soll nicht zu hoch sein.
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oft hört man in der rennszene das felle erst nach einigen tausend höhenmeter richtig schnell werden. das soll mit den enden der haare zusammenhängen, die quasi durch die belastung der höhenmeter stumpf werden und etwaige scharfe kanten verlieren. es soll rennläufer geben, die zu beginn der saison mit schleppliften und aufgefellt bergauf (!) fahren um so höhenmeter auf die felle zu bringen. andere behandeln die felle mit rotorkorkbürsten die man von den langläufern kennt um diesen effekt zu erlangen. bei meinen neuen “pomoca race pro 2.0” fellen hab ich die erfahrung gemacht, dass die schon neu schnell sind und ich erkenne da keinen effekt durch die zusätzlichen höhenmeter.

wichtig ist, die felle immer sorgfältig zu behandeln. ich achte darauf mir möglichst keine beschädigungen durch laufen über steine, wurzeln oder ähnliches einzufangen. ich klebe die felle nach dem abfellen immer sauber klebefläche auf klebefläche und ich gebe den fellen nach dem gebrauch zeit zum trocknen. also nicht im kalten auto liegen lassen aber auch nicht auf den heizkörper legen. ich bin auch kein fan von sehr kurzen fellen, meine felle sind 140cm lang. ich finde, dass sie dadurch in schwierigen, schrägen oder glatten aufstiegsspuren besser halten – sie “drehen” sich nicht so leicht vom belag.

ein kleiner tip noch: ich habe immer – also sowohl im training als auch bei rennen – ein kleines stück wachs im rucksack. bei wechselnden schneeverhältnissen oder temperaturwechseln ist es möglich, dass die felle stollen. damit ist das aneisen oder festkleben von schnee am fell gemeint. eine unangenehme sache die mit einer portion wachs gelindert oder behoben werden kann.

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einfach fest und großflächig das wachs auf das fell aufbringen. hilft meistens. und weil ich schon beim notfallkit meines rucksackes bin: eine rolle elektro-isolierband und einige kabelbinder haben mir und dem ein oder anderen begleiter auch schon geholfen. das ist aber dann eine andere geschichte…

17. März 2016 0 comment

der hubsilauf ist wohl sowas wie mein lieblingsrennen. ich schätze die familiäre atmosphäre, den respektvollen umgang der sportler untereinander und die wunderschöne strecke. egal obs über die originalstrecke der “kramllahn” oder – wie meistens – über die ausweichstrecke übern skiweg geht. die veranstalter schaffen es jedes jahr aufs neue eine zauberhafte stimmung rund um das gedenkrennen für hubert “hubsi” plut zu schaffen. wahrscheinlich auch, weil sie alles gleichgesinnte sind und zudem freunde.

und wie jedes jahr hatten wir auch dieses jahr entgegen schlechter wettervorhersagen pünktlich zum start um 14.00h sonnenschein in der ramsau. aufgrund der schneesituation  gings wieder über die ausweichroute. am programm standen in etwa 4,5km streckenlänge, 750hm im aufstieg und 400hm in einer alpinen abfahrt bis zum ziel, der brandalm.

vom start am pernerhof gingen die ganzen lokalmatadoren gleich ein hohes tempo an. normal bin ich ja für einen schnellen start und darauf folgendes noch schnelleres nachlassen immer zu haben aber dieses mal wurde sogar ich überrascht. der erste teil der strecke führt über den flachen skiweg. eine streckenführung, die mir liegt. vorne ging der junge toni pilz ein schnelles tempo an und konnte mit fünf anderen schnell eine lücke schaffen. dahinter konnte ich mich doch an sechster position halten und hatte ein recht gutes gefühl. meine felle liefen blendend und koordinativ ging sich eine lange schrittlänge gut aus. “na schauen wir halt mal, was heute geht” dachte ich mir. und so gings im zügigen tempo das erste mal an der brandalm vorbei und ab ins gelände. für hannes mayerl hinter der kamera hatte ich da noch ein (gequältes) lächeln parat:

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in vielen spitzkehren zog sich die spur richtung brandriedl und die gruppe, in der mich mich auf dem flachen stück gut halten konnte zog mir langsam aber zusehlich davon. ich musste etwas tempo rausnehmen um nicht vollends zu explodieren. aber gott sei dank gings nach ein, zwei spitzkehren wieder besser und ich hab meinen rhytmus wieder gefunden. am brandriedl ging sich dann noch ein schöner blick zur planai, reiteralm und zum hauser kaibling aus um mich dann aber gleich auf die wechselzone am gamsfeldgassl zu konzentrieren.

wechsel lief konzentriert aber flott, nach 7 jahren skibergsteigen check ich das jetzt auch schön langsam. und was sich dann vor mir auftat war wunderbar: eine wunderschöne abfahrt mit vielen unverspurten bereichen hat einfach zu langen, schnellen aber immer noch kontrollierten schwüngen eingeladen. die wenigen kritischen stellen haben die veranstalter durch absperrungen geschickt entschärt. so gings rasant richtung brandalm.

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auf dem flachen skiweg vor dem ziel sah ich dann samuel böttinger vor mir. er hat einen stock in der abfahrt verloren und dadurch sichtlich ein handicap in der skatingpassage zum ziel. im anstieg hab ich ja schon kurz meine platzierung im kopf gehabt und wusste, dass ich gerade auf dem 11.platz liege. na top 10 wär doch was und so konnte ich mit ein paar kräftigen armschüben und skatingschritten samuel noch kurz vor dem ziel abfangen und den 10.platz sichern. ich war dann doch ziemlich außer atem und die 194 maximalpuls und 186 durchschnittspuls auf meiner ambit3 geben wenig interpretationsspielraum nach oben. da hab ich wohl (fast) alles gegeben 🙂IMG_2343nach dem rennen dann noch ein paar minuten auf ski, viele nette gespräche und die von elmar und seinen freunden gewohnt smarte und nette siegerehrung und tombola auf der terrasse der brandalm genießen. schön auch immer wieder die idee, das rennen ohne startgeld durchzuführen und dann aber einen hut mit der bitte um eine spende für einen lokalen, karitativen zweck die runde machen zu lassen.

gratulation an die veranstalter, alle teilnehmer (im gesamten warens dann über 200) und die vielen zuschauer entlang der strecke. und ich freu mich schon auf das nächste jahr. mehr bilder, die ergebnislisten, nette rennberichte und mehr hintergründe zu hubsi gibts auf http://www.hubsilauf.at.

6. März 2016 0 comment

hallo zusammen. zum jennerstier fahre ich total gerne. das skitourenrennen im bayerischen schönau, direkt am königssee liegt mir immer ganz gut. dort gibts neben einer alpin angelegten strecke mit vielen spitzkehren auch viele wechsel zwischen anstieg und abfahrt. dazu noch ein paar tragepassagen und abfahrten im gelände. das machts richtig alpin und anspruchsvoll. eher abschreckend für die reinen pistenflitzer, aber lockend für die alpin versierten skibergsteiger. und in diesem jahr war der jennerstier sogar wieder austragungsort der deutschen meisterschaft.

die ersten 600hm war ich sogar zeitgleich mit toni palzer, dem deutschen meister, weltcupsieger und topfavoriten auf den tagessieg. aber eben auch nur, weil wir gemeinsam in der gondel von der talstation zur mittelstation gefahren sind. da war nämlich der start. etwas fachsimpeln über die branche und alles mögliche und wieder mal sehen, welch netter und bodenständiger kerl der toni bei allem erfolg geblieben ist.

ich hab mir dann den ersten anstieg angeschaut und war froh, dass ich meine breiten aufstiegsfelle eingepackt habe. die aufstiegsspur war nämlich ganz schön glatt. etwas aufwärmen und dann gings auch schon bald an den start. gleich nach dem startschuss das übliche gewusel. vor allem darauf achten, dass kein stock zwischen die beine eines mitstreiters kommt. und dann gings aber eh gleich recht steil zu sache. und die glatte spur hat schnell die spreu vom weizen getrennt. vorne weg einsam der toni, dahinter die anderen deutschen und österreichischen nationalmannschafsathleten. cool zu sehen, wie schnell das tempo gleich vom start weg ist.

heute hab ich schnell einen guten rhytmus gefunden und so gings recht flott den ersten anstieg mit 500hm hoch. kurze abfahrt, wieder auffellen und weiter am gegenhang bis zur ersten tragepassage. super streckenführung dachte ich mir und dann gabs obendrauf auch noch einen wunderbaren blick auf den watzmann, genauer auf die berühmte watzmann ostwand.

vor der watzmann ostwand (pic by willi seebacher)

wieder eine kurze abfahrt und den gegenhang hinauf in unzähligen spitzkehren und voll in der sonne – beides gefällt mir. oben angekommen durften wir dann genau diese runde nochmal laufen um dann als zugabe noch zum abschluss eine in etwa 80hm lange tragepassage direkt zum ziel der bergstation serviert zu bekommen. und am ende warens dann doch auch 1.325hm im aufstieg. aber der zieleinlauf mit vielen zuschauern hat dann für die strapazen entschädigt.

schnell im ziel eine erste verpflegung zu mir genommen und in trockene bekleidung um dann noch ein paar höhenmeter mit der österreichischen skitourengang zum stahlhaus zu machen. das hat auch spass gemacht.

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daheim durfte ich dann sehen, dass es für den elften platz in der wertung der deutschen meisterschaft gereicht hat. damit bin ich echt zufrieden, zudem hats wirklich spaß gemacht. auch wenn mein durchschnittspuls während der 1:24h bei 183 und der maximalpuls von 198 etwas anderes vermuten lässt.

gratulation an alle teilnehmer und vor allem den veranstalter. bei wenig schnee so ein anspruchsvolles rennen hinzubekommen ist aller ehren wert. auffallend auch die ausnahmslos netten und freundlichen streckenposten, super!

27. Februar 2016 0 comment

irgendwie ist das ein verrückter winter und er stellt alles auf den kopf. eigentlich wollte ich gestern nach kelchsau in den langen grund zum skitouren aber der blick auf der fahrt vom samerberg runter richtung nußdorf aufs sudelfeld und die ersten staumeldungen an der kufsteiner grenze haben mich dann kurzfristig umdisponieren lassen: sudelfeld war mein neues ziel.

schnell den ersten aufstieg vom parkplatz auf den kitzlahner und dann runter zur rosengasse – und wer fellt dort gerade auf: der seppi rottmoser, europameister und weltmeister im skibergsteigen, ein alpinist sondergleichen und zudem ein feiner kerl! mit ihm gings dann gemeinsam auf den traithen und nachdem er es nicht soooo eilig hatte, haben wir es dieses mal sogar geschafft uns zu unterhalten.

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mit seppi rottmoser am gipfelgrat

nett wars und nachdem uns das wunderbare panorama am sattel sprachlos gemacht hat haben wir dann auch noch ein paar wunderbare powderschwünge in der abfahrt mitgenommen. seppi musste dann zum parkplatz rosengasse zurück und ich bin wieder zum  ausgangspunkt.

um warum nun verrückter winter? ich bin heute eben nochmal aufs sudelfeld und das bild war 24h später ein komplett anderes: der regen und die warmen temperaturen der nacht haben dem schnee schwer zu schaffen gemacht. ins gelände bin ich garnicht. zu “faul”, durchnässt und am ende auch (lawinen)gefährlich ists mir erschienen. aber nachdem durch den sturm die meisten lifte nicht in betrieb waren hab ich dann doch auch ein paar – wenn auch flache – höhenmeter auf der piste machen können – quasi als training für die sellaronda.

wirklich ein winter, der alles auf den kopf stellt – upside down, wie die engländer sagen:

upsidedown

21. Februar 2016 0 comment

vom 24. bis zum 27.01 fand wieder mal die internationale sportausstellung – kurz ISPO – in münchen statt. wir waren dieses jahr wieder mit drei unserer marken vertreten, neben SALEWA und DYNAFIT hatte auch POMOCA einen eigenen stand um sich zu präsentieren. auf der ISPO stellen wir immer die neuheiten für die kommende wintersaison vor, in dem fall also die produkte und konzepte, die die konsumenten dann im winter 2016/17 in den geschäften kaufen können. ist recht spannend, denn nach vielen gerüchten vor der messe sehen wir dann auch immer, was sich unser mitbewerb dann wirklich an neuheiten einfallen lassen hat.

bei dieser messe wars für uns ausgesprochen erfolgreich. wir haben sogar den ein oder anderen ISPO award gewinnen können, das ist eine auszeichnung für besonders gutes, schönes oder innovatives – gerecht verteilt, jeweils 2 awards für SALEWA und 2 für DYNAFIT:

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sehr gut angekommen ist unser neues technisches gadget von POMOCA, das POMOCUP. ein gerät, dass man auf den ski befestigt und das genaue daten liefert wie höhenmeter, schrittlängen, spitzkehren, temperatur usw. coole sache und in etwa vergleichbar mit den wattmesskurbeln beim radfahren. da sind schon einige recht heiss drauf:

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der trend zur farbe in der bekleidung wird auch im winter 2016/17 bestehen bleiben – es bleibt bunt, und das nicht nur bei den frauen. ich persönlich finds cool und bin ja auch gerne farbig unterwegs. cool ist, dass sich die farben untereinander schön mischen lassen, da waren unsere designer aufmerksam.

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alles in allem wars eine nette messe mit vielen guten gesprächen und jetzt schon vorfreude auf den nächsten winter – der bringt ja dann auch richtig viel schnee, hab ich zumindest gehört….

28. Januar 2016 0 comment

einer meiner absoluten lieblingstrails geht auf die hochries. zu empfehlen ist es den betriebszeiten der hochriesbahn auszuweichen, also entweder vor 10.00h oder eben nach 16.00h. dann begegnet man der hochries von seiner ruhigen seite. start ist am wanderparkplatz in grainbach am samerberg auf 720m höhe. ich laufe dann immer links neben der talstation vorbei und amIMG_0506 gehweg zwischen der bikestrecke und dem sessellift. dann direkt durch den wald zur mittelstation. links an der käseralm vorbei und in der diretissima über den glenggraben richtung hochries. wenn ihr an der lichtung seid einfach rechts über den rücken immer die direkte linie wählen, ist auch recht gut ausgeschildert. und ein paar minuten später seht ihr schon die hochrieshütte und links davon das neue, recht mächtige gipfelkreuz.

gönnt euch ein paar minuten und genießt den wunderschönen blick richtung norden – nach rosenheim, den wendelstein und bei gutem wetter ist sogar münchen zu erkennen. empfehlenswert ist sich in der hochrieshütte bei elke und florian zu stärken, die beiden wirtsleute sind echt nett und haben meistens zeit und lust zu einem kurzem ratscher.

runter gehe ich dann immer über die seitenalmen und den moserboden, so komme ich auf eine schöne runde  mit 8km länge und 900hm.

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die runde auf der hochries geht eigentlich immer – egal zu welcher jahreszeit, tageszeit und sogar bei vollmond. und bei genügend schnee ist die hochries ein echter powdertip zum skitouren, aber das ist dann eine andere geschichte.

 

 

 

 

21. Januar 2016 0 comment

einmal im jahr werden alle athleten unserer marken zu einem athletenmeeting eingeladen, dieses mal hat es uns nach leogang im salzburger land verschlagen. da sind dann neben den kletterern und freeridern von salewa auch die trailrunner und skibergsteiger von dynafit dabei. das ganze ist immer ein ziemlich lustiger und entspannter tag und der respekt zwischen den einzelnen sportlern ist spürbar und beeindruckend. ein part ist immer ein vortrag zu einem besonderen thema. in diesem jahr war das ein vortrag zu höhentraining, dessen auswirkungen auf die leistung und wie das richtig einzusetzen ist. sehr spannend zudem da auch sehr viel individuelles gefühl für den eigenen körper notwendig ist. danach gings dann zu einem kurzen fotoshooting. tom bause macht das immer sehr smart und behutsam. nicht alle sind mit der kamera so auf du und du aber bei tom tuts echt nicht weh!

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und zu guter letzt durften wir uns dann in der talstation in leogang mit mountainbike downhill equipment leihweise ausstatten. vollste sicherheitsausrüstung, ich weiss nun wie sich ritter im mittelalter gefühlt haben. aber nach ein paar runden und guten tips von unseren bikespezialisten tom wallner, paul guschlbauer und alban lakata gings dann auch schon recht zügig über die trails.

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einen riesen spaß hat es gemacht und am nächsten tag durfte ich dann auch bis dahin mir unbekannte muskeln spüren!

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14. Januar 2016 0 comment

tja, rückblickend war das wohl eine meiner bewegendsten wochen, aber der reihe nach. nachdem ich sowohl die transalp mit dem rennrad als auch mit dem mountainbike schon gefahren bin sollte es in 2014 nochmal die alpenüberquerung mit dem rennrad werden. und das noch dazu mit meinem bruder stefan. klingt auf den ersten moment nicht spektakulär, ist es auch nicht. brisant wird es aber dann, wenn ich mich an die vielen diskussionen, streitgespräche und bösen worte zwischen anderen teams auf meinen bisherigen transalps erinnere. man muss sich schon gut verstehen, um diesbezüglich unbeschadet über die woche zu kommen.

die streckenführung ging in 2014 von mittenwald – sölden – brixen – st.vigil – fiera di primiero – crespano del grappa – rovereto bis nach arco. das sind dann im ganzen 20.000hm im anstieg und 822km. ein paar der klingendsten anstiege waren unter anderem das kühtai – timmelsjoch – jaufenpass – grödner joch – furkelpass – passo giau – forcella aurine – passo cereda – passo brocon – monte grappa – altopiano di asiago – passo coe – monte baldo und der monte velo. alles in allem eine wunderbare route.

wir haben alles bestens organisiert, waren mit top material ausgestattet und hatten schöne unterkünfte in nähe von start- und zielbereich reserviert. wir gingen für CANCER REHAB TEAM ST.VEIT an den start, ein charity team von lisa pleyer. lisa ging mit jörg ludewig im mixed an den start und konnte – soviel vorab – die transalp 2014 souverän für sich entscheiden. die beiden haben jede (!) etappe gewonnen und lisa hat sich damit vorerst mal mehr als standesgemäß aus dem radrennsport verabschiedet.

am ersten tag gings dann von mittenwald gleich gehörig zu sache und das tempo gleichmal ziemlich hoch. stefan hatte als triathlet wenig erfahrung mit radrennen in so großen gruppen und gerade am ersten tag wird wenig zimperlich gefahren. und zum überdruss hats auf der ganzen etappe geregnet und die temperatur war im enstelligen bereich. am nächsten tag war dann morgens sölden mit einer weissen schneeschicht überzogen und wir mittendrin am weg aufs timmelsjoch. na bravo! aber auf der italienischen seite hatte der wettergott dann ein einsehen und es wurde warm. so warm, dass wir sogar auf den jaufen in kurz/kurz fahren konnten. und mein bruder und ich spielten uns langsam aber sicher als gutes team ein. nein, als hervorragendes team!

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mit meinem bruder im sellastock

von tag zu tag lief es besser und wir sind wie ein uhrwerk einen paß nach dem anderen abgefahren. die routine im tagesablauf stellte sich ein. jeder wusste, was wann zu tun ist und wie wir uns dem anderen gegenüber zu verhalten haben. zu der zweifelslos sportlichen ambition gesellte sich dann aber auch bald der erlebnis-aspekt. wer hat schon die möglichkeit, mit seinem bruder im team in einem bestens organisierten rennen über die wunderschönsten strecken die alpen zu überqueren?

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und so war es dann auch nur die logische konsequenz, dass wir beide relativ defektfrei und vor allem ohne sturz auch gemeinsam in arco angekommen sind. und in den ganzen gemeinsamen stunden am rad, danach und davor fiel kein einziges böses wort. respekt gegenüber dem anderen und seiner leistung war das zauberwort. und deswegen war die ganze woche im generellen und die ankunft in arco im speziellen eine meiner bewegendsten sportmomente in meinem leben. und bei meinem bruder möchte ich für die unvergessliche woche bedanken, war cool und wie es bei top gun so schön heisst: “…du kannst jederzeit wieder mein flügelmann sein…”.

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10. Januar 2016 0 comment
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